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Bear Grylls Bienenstich

Bear Grylls, ein ehemaliger britischer SAS-Soldat, Abenteurer und Pfadfinderleiter, der sich für den Discovery Channel Europa gern in der Wildnis aussetzen lässt um zu mit wenig bis zu keiner Ausrüstung zu überleben, findet mal ein Bienennest in einer Felshöhle und wird beim Honigräubern von einer Biene gestochen.


Es scheint sich nicht um ein echtes Wildbienennest zu handeln, sondern um einen entflogenen, noch ziemlich jungen Schwarm (vor ca.25 Tagen an diesem Brutplatz eingetroffen), eines auf friedliche Wesensmerkmale züchtenden Imkers, der Sorte Buckfast, wenn ich mich nicht irre. Es sind erstaunlich wenig Bienen im Nest. Vielleicht sind sie schon mal vorab aufgescheucht worden oder das Völkchen ist noch so klein.
Man kann es auch an der Helligkeit des Wachses im Außenbereich des Nestes, sowie an der noch sehr hellen Bräune des Brutnestbereichs, und der ersten gerade schlüpfenden Jungbienen, ablesen. Nach längerer Zeit wären die Wabenränder von den Farben des eingelagerten Honigs etwas vergilbt und die Brutnestwaben, durch die Mehrlagigkeit, der von den Generationen von Bienenlarfen nach dem Schlupf zurück gelassenen, sogenannten Nymphenhäutchen, stark verdunkelt.
Was noch zu sehen ist, und Raum für Spekulation lässt, ist die "Spurtreue" mit der die Bienen ihr Nest bauten, wenn man das mit dem sich noch in Fragmenten an der Höhlendecke befindlichen "wilden" Wabenansätzen vergleicht. Solches Muster entsteht bei domestizierten Bienen erst bei Platzmangel und das auch, wenn genügend Platz vorhanden, nicht zwingend.

Wenn man die Szene genau beobachtet, fallen einem auch kleine Verhaltensfehlerchen auf, die "The Bear" unterlaufen. Sie nicht gemacht zu haben, hätten den Stich "wahrscheinlich" auch nicht verhindert, denn eine Biene startet ihren Angriff, aus eigenem Impuls. Doch drüber reden kann man ja.

Rauch machen okay, aber sich dann mit hektischen Bewegungen nähern wäre wohl der erste Fehler. Ruhe Bewahren ist oberstes Gebot um einen Angriff zu vermeiden. Die ersten Anflüge mit Körperkontakt dienen im Normalfall der Warnung. Da erschrecken schon die Meisten und lassen sich zu panischen Manövern hinreißen. Wenn man durch einen Stich "markiert" worden ist, stellt man eine Zielscheibe für andere Verteidiger dar. Ein geordneter, aber stetiger Rückzug ist jetzt empfehlenswert! Hauen und Schlagen helfen nur bei kontrollierten Treffern, bevor die Biene sticht, was in einer Attacke schwierig ist. Die bekommenen Stiche aushalten und schnellen Schrittes flüchten, z.B. ins Wasser, kann helfen. Sich im Staub welzen hilft, wenn man dabei ordentlich Staub aufwirbelt. Sich in die Nähe von Vögeln, z.B. Hühnern weil Fressfeinde, zu begeben hilft ebenfalls, wenn man welche findet.

Bear bekam einen Stich auf die Stirn über der Nase, was sehr Schmerzhaft ist und eben diese Schwellungen auslöst. Je empfindlicher man ist, desto heftiger wird´s. Das kann bis zur vollständigen Schließung der Augen führen. Für Allergiker kann die Sache kompliziert werden. Dazu Empfehle ich meinen Artikel über den Anaphylaktischen Schock zu lesen.
Das entfernen des Stachels zwischen Daumen und Zeigefinger ist vermutlich Schuld an dem Ausmaß der Schwellung, denn auf diese Weise wird der gesamte Inhalt der zum Stechapperat gehörenden, noch am Stachel haftenden und noch fröhlich zuckenden und pumpenden Giftblase, ins Gewebe gedrückt. Eine schabende Bewegung mit Fingernagel, Messer o.ä. hätte das verhindert, weniger Gift wäre unter die Haut gelangt.

Welcher Impuls Bear Grylls es war, der die Biene veranlasste, bleibt vielleicht ein, oder sein Geheimnis. Ob´s das sich auf sie konzentrieren, das Augenbrauenzucken, welches die Biene kurz in Beklemmung brachte, oder eine chemisch gesendete Botschaft in Form von Stress-Pherhormonen war? Vielleicht hatte die Kleine einfach nur Bock?

Ansonsten bleibt noch zu sagen, Bear Grylls ist ein verdammt zäher Kerl, von dem man ne Menge lernen kann. Auf DMAX kann man sich seine Abenteuer ansehen. Viel Vergnügen and survive!

Mehr Info´s über Bear Grylls bei Wikipedia

Bear Grylls Webseite

Seid bereit für den Frühling!

Die Bienen können es kaum erwarten, die ersten Rundflüge zu starten. Weide, Hasel, Birke, Erle, Krokus, Schneeglöckchen, Märzbecher, haben sich in Blüte gekleidet und bieten feine Frühjahrsschmanckerl! Das Brutgeschäft ist angelaufen, so das die Aktivitäten im Bienenvolk wieder hoffen lassen. Sie brauchen jetzt den energiereichen, frischen Pollen und Wasser für die gesunde Ernährung des Nachwuchses. Je besser deren Bedingungen, desto besser entwickelt sich das Volk in die Leistungsintensive Sommerzeit.
Der große Reinigungsflug, mit einhergehender ersten "Durchsicht" steht an. Beutenteile, Rähmchen und Mittelwände sind den Winter über vorbereitet. Jetzt könnte man noch schnell den Schleuderraum und das Lager herrichten, denn ab Mai muß alles fertig für die Ernte sein.

Der Winter lässt uns bangen!

"Das war ja nicht vorherzusehen!" Bricht doch wirklich noch ein Winterhoch mit Kälterekorden über uns herein. Dabei gab es eindeutige Anzeichen für Brutentwicklung. Lockerer Sitz über die gesammte Zarge, bei hohem Kondenswasserstand an der Folie lassen darauf schließen. Die milden Temperaturen die letzten Monate über, sorgten für rapide Futterabnahme. Und nun das! Es wird wiedermal richtig Spannend in der Imkerschaft.
Großer Lauschangriff bei Immens

Königinnennachzucht 2011

Dieses Jahr habe ich es gewagt. Erste eigen nachgezogene Königinnen. Schon in der Kirschblüte ist ein Völk durch besondere Sanftmütigkeit und Fleiß aufgefallen. Von diesem habe ich Larven "umgebettet". Am Tag der Kirschblütenhonigernte (Mit. 4.5.) habe ich den Sammelbrutableger gebildet. Aus allen Völkern 1-2 Brutwaben, je nach Volkstärke. Am Samstag (14.5.), 9 Tage später wurden alle Nachschaffungszellen ausgebrochen. Eine Wabe mit jüngsten Bienenmaden wurde aus meinem "1A" Volk ausgewählt und daraus umgelarft. Mit einer selbst beschnittenen und beschliffenen Gänsefeder war das sehr vorsichtigtig gemacht worden, um die feinen Larven nicht zu beschädigen.
Umlarvmaterial


Heute, (Sa. 21.5) sind 8 gepflegte Königinnen "Verschult" worden. Von 20 Angesetzten. Ich bin froh, dass das bei meinem ersten Versuch bis jetzt so gut gelaufen ist.
Verschulte Königinnen im Zuchtrahmen


Mittwoch (25.5) ist Schlupftermin. Dann werden Einwabenkästchen, 4 Waben Ablegerkasten für die jungen Königinnen vorbereitet. Eine Auserwählte darf dann den Sammelbrutableger übernehmen, der Mittlerweile übervoll mit Jungbienen und Honig ist.

Wespe-Milbe?

Beitrag von Lancehonig » im Imkerstammtisch Uckermark

Wespen fliegen ein und manchmal auch wieder raus aus den Bienenkästen. Haben die eigentlich ein Problem mit der Varroar?
Bei der Herbstbehandlung mit Ameisensäure beobachtete ich in einigen Wespenknäule auf den Windeln. Sie haben sich, von Wärme und Futterkrümeln angelockt auf ihnen niedergelassen. Sie machten einen sehr apathischen Eindruck, was wohl an den Säuredämpfen liegen mag.(?) Diese Völker wiesen auf den Unterlagen nur wenige bis keine Milben aus, trotz des gleichen Dosierungs- und Anwendungszeitraum. Fressen die Wespen die abfallenden Milben?
Bau mal jemand ne Kamera auf die Windel und sagt mal nächstes Jahr Bescheid! 8-)


Man muß leben was man kann!

Vorsicht bei der Varroabehandlung!

Sicherheit bei der Anwendung von Varroaziden ist wichtig – denn was nützt den entmilbten, gesunden Bienen ein behandlungskranker Imker?

Dass Varroabekämpfung zum Erhalt der Leistungsfähigkeit eines Bienenvolkes und der eigenen Imkerei beiträgt, sieht wohl jeder Imker ein. Beim Wann? und Wie? gibt es dagegen die unterschiedlichsten Ansichten und Verfahren. Neben den zugelassenen Mitteln wie Apiguard, Apilife var, Ameisensäure 60% ad us. Vet., 15%ige Milchsäure ad us. Vet. und Oxuvar existieren noch viele Selbstbau-Lösungen, die Thymol, Ameisen-, Milch- oder Oxalsäure in die Völker und an die Milben bringen sollen. Verdunsten, Verdampfen, Sprühen und Träufeln sind die Grundlagen aller chemischen Bekämpfungsverfahren. Die Anwendersicherheit wird vom Imker oft bewusst oder unbewusst missachtet, Routine im Anwenden einzelner Substanzen trägt hierzu sicherlich nicht unwesentlich bei, Unfälle werden geradezu provoziert.

Was muss ich generell beachten?

Organische Säuren (Ameisen-, Oxal- und auch Milchsäure) sind ätzend! Daher sind Imkerhandschuhe aus Leder für alle Arten der Anwendung ungeeignet.
Bei der Vorbereitung und während der Behandlung chemikalienbeständige (säurefeste) Handschuhe, dicht anliegende Schutzbrille und Atemschutzmaske (EN 149, beim Abwiegen von Oxalsäurekristallen: Atemschutzvollmaske mit Partikelfilter P2 oder P3) tragen. Einweg-Staubschutzmasken aus dem Baumarkt sind gänzlich ungeeignet.
Immer ausreichend Wasser (mind. 5 Liter) bereithalten, Säurespritzer sofort mit viel Wasser ab- und auswaschen.
Säurebehältnisse genau beschriften. Wegen möglicher Verwechslungsgefahr keine Lebensmittelbehälter (Sprudelflaschen etc.) zur Aufbewahrung der Säure verwenden und für Kinder unerreichbar unter Verschluss aufbewahren.
Nur gebrauchsfertige Lösungen (ad us. Vet.) kaufen und nach Beipackzettel verwenden.
Beim Umgang mit Chemikalien generell nicht essen, trinken oder rauchen, anschließend Hände ausgiebig waschen.
Alle Arbeitsgeräte nach Gebrauch sorgfältig reinigen.
Benetzte Kleidungsstücke umgehend unter Verwendung von Handschuhen und Mundschutz in der Waschmaschine waschen.


Spezielle Hinweise für die von uns bevorzugte Ameisensäure

Sie verursacht starke Verätzungen der Haut, mit schlecht heilenden Wunden, starke Gefährdungen liegen auch für die Augen und den Atmungstrakt vor. Deshalb Schutzmaßnahmen beim Umgang mit Säuren beachten. Bei Befüllungen und Anwendungen immer Wasser und Augenwaschflasche bereithalten. Niemals Trinkgefäße mit Ameisensäure befüllen! Bienenhäuser gut belüften.

Notfallmaßnahmen (Erste Hilfe)

Durch Säuren oder Perizin benetzte Haut sofort mit reichlich sauberem Leitungswasser intensiv abspülen. Bei Augenverätzungen eine Augenwaschflasche (erhältlich in Apotheken) mit steriler isotoner Kochsalzlösung verwenden, reichlich spülen, unverzüglich einen Arzt aufsuchen! Verunreinigte Kleidung, auch Unterwäsche, ist sofort abzulegen.

Mit Freundlicher Genehmigung des Deutschen Bienenjournals

Wie lieblich ist der Maien, wenn alles blüht und spritz

Leidiges Thema: Blütenbehandlung im Raps.

Nicht wenige Rapskäfer fingen sich schon Anfang April in unserem Haus an den Fenstern ein. Die große Spritzung steht bevor und lässt uns Imker bangen. Die Bauern wurden auf dem Landes-Spritzmittel-Tag des Bauernverbandes über die zu verwendenden Mittel aufgeklärt, doch jeder hat so seine Metode dem Ertrag auf die Sprünge zu helfen. So ein Kommentar eines Landwirts. Bienenschutz steht nicht hoch im Kurs, war mein Eindruck. Sind wir Imker denn lästige Parasiten der Landwirtschaft, oder haben wir nicht einen beachtlichen Auftrag in unseren Lebensräumen zu erfüllen.

"Als Bestäuber zahlreicher Kultur- und Wildpflanzen sind Bienen sowohl ökologisch als auch ökonomisch von großer Bedeutung. Etwa 80 Prozent aller Blütenpflanzen sind in unseren Breiten auf die Bestäubung durch Bienen angewiesen, andere Insekten können diese Aufgabe nur begrenzt übernehmen. Ohne Bienen würde ein Teil der Wildpflanzen aussterben und wichtige landwirtschaftlich genutzte Kulturen würden bedeutend weniger Ertrag liefern. Bienen leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt und zur Landwirtschaft. Der Nutzen der Bestäubungsleistung ist um ein Vielfaches höher zu bewerten als der Erlös aus Honig, Wachs, Pollen und anderen Nebenprodukten.",heist es auf der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Internetseite www.biosicherheit.de

Auch unser Arbeits- u. Mittelaufwand in der Imkerei ist nicht zu unterschätzen. Körperlich und finanziell geht es wie in allen Landwirtschaftsbetrieben "zur Sache". Was sollten und was können wir tun, um unsere Problematiken in den Breitenfokus zu bekommen?
Erster Schritt: Mitarbeit am Imkerstammtisch! Melde sich an wer kann und haltet uns auf dem Laufenden.

René

Kleine Zellen - keine Wirkung

Autorin: Jennifer Berry arbeitet in den USA an der University
of Georgia. In einem dreijährigen Experiment untersuchte
sie den Einfluss kleiner Wabenzellen auf die Varroa-
population - mit ernüchternden Ergebnissen.


Die Ergebnisse unserer neuesten Studie zum Einfluss der Zellgröße auf die Varroapopulation, die ich im dbj 01/2010 vorstellte, stimmen mit den Resultaten anderer Experimente überein. So hat das Landwirtschaftsamt von Florida 2009 eine Studie im Fachmagazin Experimental and Applied Acarology 47 veröffentlicht. Diese einjährige Studie mit 30 Bienenvölkern ähnelte der unsrigen - allerdings waren die zwei Versuchsgruppen in derselben Gegend auf zwei Bienenstände aufgeteilt. Hierdurch sollte ein Transfer von Milben durch den Verflug von Bienen eingeschränkt werden. Die Brutfläche und die Zahl der Milben in der Brut und auf den Bienen glichen sich weitgehend zwischen den Völkern mit großen und solchen mit kleinen Zellen. In beiden Versuchsgruppen überschritt die Milbenzahl am Ende des Experiments die Schadschwelle. Daher konnten die Autoren dieser Studie ebenso wie wir die anekdotischen Reporte über den Erfolg von kleinen Brutzellen gegen die Varroa nicht bestätigen.

Im Jahr 2008 veröffentlichten Wissenschaftler des Ruakura Forschungszentrums in Neuseeland ihre Ergebnisse zur Zellengröße im Journal of Apicultural Research. Ihre Methoden unterschieden sich deutlich von den unsrigen. Sie verwendeten fünf verschiedene Mittelwände mit Zellgrößen von 4,7 bis 5,4 mm. Diese Mittelwände ließen sie in den Honigräumen ausbauen, anschließend schnitten sie 50 x 80 mm große Stücke heraus und setzten diese in ausgebaute Waben mit der Standardzellgröße von 5,4 mm ein. Jeweils zwei solcher Waben wurden in Ableger gegeben. Nachdem diese bestiftet und verdeckelt waren, untersuchten die Wissenschaftler den Befall von jeweils 234 bis 440 Zellen. Der Milbenbefall betrug zwischen 28 % und 47 %, wobei die 4,8 mm großen Zellen mit 46,6 % signifikant häufiger befallen waren als die Zellen mit einer Größe von 5,4 mm (27,7 %). Auch diese Autoren kamen zum Schluss, dass kleine Zellen nicht als Maßnahme gegen die Varroose zu empfehlen ist.

Ich denke, jeder, der eine Betriebsweise mit kleinen Zellen entwickelt hat, die auf irgendeine Weise erfolgreich ist, sollte sie weiter durchführen. Jedoch können kleine Zellen auf Grundlage seriöser Untersuchungen eindeutig nicht als alleiniges Mittel gegen die Varroose empfohlen werden.
Jennifer Berry

Quelle:Deutsches Bienenjournal

Zahl der Imker in Deutschland steigt!

Die Zahl der Imker, die den Verbänden des Deutschen Imkerbundes (D.I.B.) angehören, erhöhte sich im Jahr 2009 um 929. Dies entspricht einer Steigerung von 1,1 %. Wie der D.I.B. mitteilte ist dies nach 2008 mit 0,6 % Mitgliederzuwachs das zweite Jahr mit einer positiven Entwicklung. Die Zahl der Völker ist jedoch weiterhin rückläufig. Laut D.I.B. verringerten viele Imker aus Altersgründen ihre Völkerzahl oder glichen Völkerverluste während des Jahres nicht aus. Zudem wollen viele Imkerneulinge Bienen vor allem aus Naturschutzgründen halten und mit der Haltung weniger Bienenvölker die Bestäubung der Pflanzen unterstützen. Insgesamt sind im D.I.B. 19 Verbände mit rund 82.000 Imkereien zusammengeschlossen.

Quelle:Bienenjournal online