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Unsere Imkerei

Es war einmal an einem Frühlingstag im Mai 1957 in Schwaneberg. Mein damals 25 jähriger Opa Gerhard Lancé machte sich auf den Weg in die nahe gelegene Stadt Prenzlau. Er hatte mit mit seiner hochschwangeren Frau (meine Oma Elli) beschlossen, ein paar Bienen und ´ne neue Wohnzimmercouch anzuschaffen. Das Ersparte in der Tasche und voller Vorfreude mußte er vom scheidenen Imker, dem Straßenbaumeister Remus, zur Kenntnis nehmen, daß es mal wieder "Alles oder nichts !"galt. Mit nunmehr 5 Völkern "in der Tasche", inkl. Kästen, aber ohne Couch, kam er zu Hause an und Oma ins Krankenhaus. Meine Mutter erblickte einen Tag danach das Licht der Welt und so wurde Schwaneberg um zwei Attraktionen reicher. Der Erfolgsweg der Imkerei Lancé war begründet.

Nun folgten harte Jahre der Raubtierdressur. Sowas von stechlustig diese Bie(ster)nen ! Abenteuerliche Geschichten von selbstgefertigter Schutzkleidung (Vermumung mit Taucherbrillen, übereinander im Zwiebellook getragene Arbeitshosen usw.), werden in geselligen Stunden immer wieder gern gehört und erzählt. Doch die Mühe wurde belohnt. Heute sind die Bienen gezähmt und trotzdem fleißig. Es ist schon bewundernswert was diese Geschöpfe so für Leistungen erbringen, die uns Menschen zur Freude und zu so großem Nutzen sind.

1963 wurden mit einem Dittersbacher Einachser die ersten Wanderungen unternommen. 3000 DDR-Mark kostete der damals. Nach stetigem Wachstum wurde 1973 ein Wanderwagen mit 40 Völkern aufgebaut und dann jährlich in der Umgebung eingesetzt. Es gab gute Prämien für die Bestäubungsleistungen der Völker vom Staat (5M/Volk im Raps, 20M/Volk im Klee) und die Honigabnahmestellen zahlten hohe Preise, sodas es den Imkern im Lande gut ging und ihrer Zahl gar vieler war.

Heute werden auch die Imker älter und von den Jungen haben noch nicht so viele den Reiz und die Faszination der Bienenhaltung erkannt, daß sogar in Medien um den Nachwuchs geworben wird. Denn mit dem Fortschritt der Zeit ergeben sich auch Möglichkeiten für stressgeplagte Jetztmenschen, diese schöne Tradition zu leben und zu erhalten. Sovieles an Wissen über die Natur und Ihre Details gibt´s zu entdecken und bestaunen. Nicht selten lassen sich artspezifische Mechanismen zu Lebensweisheiten ableiten und anwenden, wie z.B.
Fröhlich fleißig wie die Bienen, sollst auch du dein Brot verdienen !




Nach Jahren exzessiver Sinnsuche meinerseits, keimte im Jahre 2005, die in frühster Kindheit entwickelte Liebe zu den kleinen Honigsammlern erneut auf und ich beschloss, das von Opa aufgebaute Geschäft am Leben zu erhalten und neu zu entwickeln. Ein Schritt war dieses Blog zu beginnen, ein anderer, der Imkerei ein einheitliches Äußeres und mehr Attraktivität zu verleihen, womit ich immernoch beschäftigt bin. Mit dem Kauf unserer Produkte beteiligen Sie, liebe Leser, sich am Erhalt und Belebung eines Stücks Kultur und Qualität unserer Region, der Uckermark in Deutschland, denn es ist uns ein Anliegen, alle mit der Bienenhaltung verbundenen, notwendigen Natürlichkeiten zu pflegen und zu fördern. Dazu gehören Pflanzungen von blütenbildenen Pflanzen, Aufklärung über Zusammenhänge im Lebensraum der Bienen und Insekten allgemein, sowie Anpreisung der von Ihnen hergestellten,von uns geernteten und geliebten Produkte, Faszinationsförderung wie auch Nachwuchsmotivation und einiges mehr.
Ein weites Feld wird hier bestellt...

Opa´s Wanderwagen Baujahr 1973
...und es geht weiter !