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Anaphylaktischer Schock oder das Ende einer Wanderung

Am Mittwoch, den 29. April beendete ich meine erste Wanderung mit den Bienen. Es verlief alles reibungslos. Wir, mein Freund F. und ich, waren guter Dinge und hatten einiges an Erfahrung gesammelt. Danke, Herr Mielke! Beim Abladen wurde ich von einer "Beutensurferin" ins linke Handgelenk gestochen und da ich ihr Haus in Händen hielt, hieß es: "Schmerz ertragen und Ruhe bewahren!" Nach dem Abstellen nahm ich sie mir ab und entfernte den Stachel mit einem gezieltem Fingernagelwischen. Sie hatte ordentlich Zeit zu pumpen.
Nach ein paar Minuten begannen meine Handflächen zu jucken und dann auch zu brennen. Ich dachte, ich hätte in irgentwas Ätzendes gegriffen. Aber wo sollte das herkommen? Also wusch ich mir erst einmal die Hände. Dann begann es ebenso an den Fußsohlen. Unangenehm!
Wir machten uns auf den Weg nach Prenzlau zurück. Auf der Fahrt schwollen meine Lymphknoten unter den Armen und meine Haut wurde fleckig und juckte an Hals, Gesicht, Armen, Waden und so einigen anderen Stellen. Der Mund fühlte sich spitz an, denn die Lippen schwollen. Etwas benommen, aber wach in der Selbstwahrnehmung, fuhr ich, meinen Zustand kommentierent, weiter. Ich setzte F. an seinem Auto ab und fuhr, ein Nachlassen der Wirkung erwartend, heimwärts. Plötzlich setzte starke Übelkeit ein. Ich entschloss mich, sofort ins Krankenhaus zu fahren. Den Wagen gewendet und mit offenem Fenster, kämpfte ich mit dem Wegtreten. Um 22.30 Uhr hatte ich in Prenzlau zu meinem Glück "Grüne Welle" und so kam ich, ohne anhalten zu müssen, in der Notaufnahme an. Dort wurde ich sofort entsprechend mit Infusionen und Wasser versorgt. Mein Zustand besserte sich zusehends.
Nach etwas Ruhe hätte ich nach Hause entlassen werden können, doch beim Ziehen der Nadel setzte wieder eine starke Übelkeit ein, die die Ärztin dazu veranlasste, mich für die Nacht dazubehalten.
Ich bekam ein schönes Zimmer und ein Nachthemd. Am Donnerstag früh erwacht, meldete ich mich bei der Stationsschwester ab, ging in die Notfallaufnahme um den Papierkram zu erledigen und die 10 € Notfallpauschale zu bezahlen. Nach dem Tanken holte ich bei Bäcker Börner Brötchen und saß halb 7 wieder zu Hause am Frühstückstisch als ob nix war.
Ich musste mich im Laufe des Tages noch beim Hausarzt vorstellen, um die Zukunft mit diesem Problem zu gestalten. Ein Allergietest mit eventueller Hyposensibilisierung kam ins Programm.

Nicht, daß ich die Stiche gewöhnt wäre, aber so eine Reaktion überrascht mich. Deshalb bin ich auch mit dem Auto gefahren, was ich heute als verantwortungslos ansehe, weil ich das so nicht erwartet habe. Das war gefährlich.

Ist dies der Anfang vom Ende meines langen, harten Weges in der Imkerei Lancé ? Ich hoffe nicht.

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